Feuerwiderstandsfähigkeit von Calciumsulfat-basierten Hohlböden
Brandverhütung mit Gips: Eine feuerhemmende Wirkung durch absorbierenden Gips
Erhöhte Zugangsböden mit Gipskern bestehen aus chemischen Verbindungen mit einem hydratisierten Gipskern, der Wasser mit einem Massenanteil von etwa 20 % enthält. Der hydratisierte Gipskern aus Calciumsulfat wandelt sich bei Temperaturen über 100 °C endotherm durch Dehydratisierung um. Dabei absorbiert das hydratisierte Calciumsulfat etwa 1000 kJ/kg thermischer Energie, während es in Wasserdampf übergeht. Diese Reaktion trägt zur Kühlung der umgebenden Bodenkomponenten bei, gewährleistet eine Zündverzögerung brennbarer Materialien von 30 bis 60 Minuten und führt durch eine Verringerung der lokalen Sauerstoffverarmung am Rand der Verbrennungszone zur Flammenlöschung. Da dieser Mechanismus keinen Leistungsverlust für den weiteren Betrieb verursacht, stellt er eine kostengünstige Möglichkeit einer kontrollierten Brandbekämpfung dar.
Wärmebarrierenbildung: Anhydrit und Flammschutz
Sobald die Erhitzungsphase abgeschlossen ist, entsteht Anhydrit als nichtbrennbare Phase bei Temperaturen unter 1000 °C mit einer Wärmeleitfähigkeit von weniger als 0,5 W/(m·K). Anhydrit verlangsamt nicht nur die Flammenausbreitung, sondern bietet zudem eine thermische Barriere, wodurch die Abschottungswirkung verbessert wird.
Schallübertragungsreduktion: Eine Abschottungswirkung von mehr als 50 % von links nach rechts
Reduzierung der Schallübertragung durch Verklebung: Eine abschottende Wirkung durch Klebstoff
Eine verringerte Verbrennung wird durch die Reduktion der Gasverbrennung erreicht. Diese Barriere verstärkt die konstruktive Begrenzungsfähigkeit.
Erfüllt die Klassifizierungen A1 (nichtbrennbar) und F60 hinsichtlich des Brandverhaltens
Zertifizierung nach EN 13501-1 Klasse A1 und GB 8624 Klasse A für Calciumsulfat-Hohlbodenplatten
Die höchsten Nichtbrennbarkeitsklassifizierungen in Europa und Klasse A in China (EN 13501-1 und GB 8624) bescheinigen Calciumsulfat-Hochbettböden bei strukturellen und Brennbarkeitstests hervorragende Eigenschaften. Die Bewertungsstandards für diese Bodenplatten sehen keinerlei Brennstoffbeitrag und keine Flammenausbreitung (Index 0/0) sowie eine Rauchdichte von höchstens Klasse D unter extremen Bedingungen von 750 °C im Ofen vor. Die chemische Beschaffenheit des Materials – insbesondere die Dissoziation chemischer Bindungen durch einen endothermen Prozess – ermöglicht es den Bodenplatten, gängige Brennbarkeitsnormen und -standards zu widerstehen, die häufig als Grundlage oder Unterstützung für Bauvorschriften bei Gebäuden mit hohem Brandrisiko dienen, wie etwa Rechenzentren, Notfallmedizinische Einrichtungen sowie andere kritische oder öffentliche Infrastrukturen – und dies ohne Zusatzstoffe oder oberflächliche Behandlungen zur Erzielung einer Feuerbeständigkeit.
F60-Bewertung der Feuerwiderstandsfähigkeit und Wärmedämmleistung
Innerhalb der im Prüfverfahren festgelegten Grenzen bieten Calciumsulfat-Hochbodenplatten bei der Prüfung auch eine Feuerwiderstandsdauer von über 60 Minuten mit einer Oberflächentemperaturerhöhung von maximal 140 °C (ISO 834) sowie Feuerisolierung und -integrität und weisen damit eine erhebliche Feuerbeständigkeit auf. Die Eindämmung von Bränden in einem Raum wird durch den Einsatz von Calciumsulfat-Hochbodenplatten erreicht, da die Wärmeübertragung durch das Anhydrit im Vergleich zu anderen Verfahren signifikant reduziert wird (um 67 %). Es werden F60-geregelte Standards für den Schutz von Evakuierungsstrecken sowie für unter dem Boden verlegte Versorgungsleitungen (z. B. Notstrom- und Datenkabel) erfüllt. Die Mehrheit der Einrichtungen (ca. 89 %) stellt für Evakuierungsstrecken und unter dem Boden verlegte Versorgungsleitungen (A) für andere Dienstleistungen, für Dienstleistungsverträge sowie für regulierte, F60-konforme Standards umgeleitete oder unter dem Boden verlegte Kabel bereit.
Brandschutzvorteile von Calciumsulfat-Hochböden gegenüber anderen Bodensystemen
Im Vergleich zu Holzkern-, Stahl-, Spanplatten- oder PVC-Hohlböden weisen Calciumsulfat-Hohlböden die beste Brandsicherheit auf. Calciumsulfat kann mehr Energie absorbieren als andere thermisch leitfähige Holzkern-Alternativen, die mit Stahl in Kontakt stehen. Diese Böden stellen die sicherste Option für Rechenzentren, Laboratorien und sicherheitskritische Einrichtungen dar.
Gebäudekonformitätsbedenken
Brandmeldeanlagen-Übereinstimmung
Calciumsulfat-Hohlböden entsprechen den Normen ISO 13822 und NFPA 13 sowie weiteren brandschutzrechtlichen Vorschriften lokaler Behörden. Mit diesen Böden entfallen zahlreiche Herausforderungen im Zusammenhang mit der Erfüllung der Brandschutzanforderungen. Weitere Daten aus der Bauindustrie zu Calciumsulfat zeigen, dass die brandschutzrechtliche Prüfung um 30–45 Tage verkürzt werden kann.
Wenn Rauchentwicklung und Ausfallzeiten Risiken darstellen: Rechenzentren, Krankenhäuser und staatliche Einrichtungen
Wenn Rauchentwicklung und Ausfallzeiten ernsthafte Probleme darstellen, sind Calciumsulfat-Bodensysteme die bewährte Lösung zur Risikominderung: Die F60-Klassifizierung enthält elektrische Brände im Unterboden von Rechenzentren und verhindert die vertikale Rauchausbreitung in Fluren von Krankenhausstationen. Die versicherungsmathematische Analyse aus dem Jahr 2023 zeigt, dass Versicherer für Einrichtungen mit A1/F60-zertifizierten Podestböden eine Prämienreduktion von 12–18 % anbieten. Für staatliche und öffentliche Projekte erfüllt das System die bundesweiten sowie EU-weiten Anforderungen an den passiven Brandschutz – ohne zusätzliche Systeme, Wartung oder betriebliche Überwachung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist endotherme Dehydratisierung bei Calciumsulfat-Böden?
Endotherme Dehydratisierung ist der Vorgang, bei dem hydratisierter Calciumsulfat Wärme absorbiert und Wasserdampf freisetzt, wodurch die umgebende Struktur gekühlt wird; dies verzögert letztlich die Entzündung im Brandfall.
Welche Zertifizierungen gibt es für die Feuerwiderstandsfähigkeit?
Sie verfügen aufgrund ihrer Nichtbrennbarkeit, fehlenden Flammenausbreitung und extrem geringen Rauchdichte über die Zertifizierungen EN 13501-1 Klasse A1 und GB 8624 Klasse A.
Was macht diese Böden für Rechenzentren und Krankenhäuser geeignet?
Calciumsulfat-Hochböden mit F60-Bewertung begrenzen Brände, reduzieren die Toxizität von Rauch und schaffen sicherere Evakuierungswege bzw. atmungsaktive Zonen bei Rauchentwicklung, wodurch das Risiko in sensiblen Umgebungen verringert wird.
Senken diese Böden meine Versicherungsprämie?
Ja, analytische Studien zeigen, dass Versicherungsunternehmen die Prämien für Einrichtungen, die hochwertige, A1-/F60-zertifizierte Hochböden einsetzen, um durchschnittlich 12–18 % senken.
Benötigen Calciumsulfat-Böden zusätzliche Behandlungen?
Nein, sie bieten ein hohes Maß an Brandschutz, ohne dass ergänzende Systeme oder Oberflächenbehandlungen erforderlich sind.